Samira Kentrić war gerade einmal fünfzehn Jahre alt, als das Land, in dem sie lebte – Jugoslawien – auseinanderbrach. Ihre Eltern, einfache Arbeiter, waren als Binnenmigranten aus dem muslimischen Bosnien ins katholische Slowenien gezogen; sie hatte ihre Wurzeln hier und dort und nirgends. In einem Mosaik aus Erinnerungen und Beobachtungen und in ihren in Sepiatönen gehaltenen Bildern beschreibt sie die Wehen, die die Geburt einer neuen Zeit auf dem Balkan bis heute begleiten.