Danilo Kiš wurde 1935 in Subotica in der Vojvodina geboren, verbrachte seine Kindheit bis 1942 in Novi Sad, danach in Ungarn. 1947 wurde er mit Hilfe des Roten Kreuzes nach Montenegro repatriiert. Nach dem Krieg studierte Kiš von 1954-58 Literaturwissenschaft in Belgrad und begann, als Übersetzer zu arbeiten. Zugleich veröffentlichte er zahlreiche eigene Gedichte, Essays und Erzählungen, seit 1962 auch Romane und Erzählbände. In deutscher Übersetzung liegen u.a. Familienzirkus (2014) und Ein Grabmal für Boris Dawidowitsch (2012) vor, beide bei Hanser erschienen. Zum 30. Todestag erschien 2019 die deutsche Erstausgabe seines frühen Romans Psalm 44, ebenfalls im Hanser Verlag.