Ende gut – so viel verspricht Frau Berg in ihrem Roman. Ein radikales Jahrhundertwerk – zumindest eines, das sich auf dieses Jahrhundert, das junge Ding, versteht: Katastrophen, Bombenterror, islamistische Fundamentalisten, und mittendrin: immer wieder die Menschen, kleine und große, dieser ganze erbärmliche Haufen eben. Darunter die Heldin dieses Buches. Eine Frau so um die vierzig – »das sagt man heute so auf Partys, zu denen einen keiner einlädt, noch nicht mal zu verdammten Steh-Partys oder Event-Manager-Geburtstagen lädt einen eine Sau ein« – egal, also, eine Frau, die Heldin dieses Romans, sieht, dass alles den Bach runtergeht: Flutkatastrophen vorm Fenster und im Fernseher, mal wieder bricht eine neue Seuche aus, irgendwas mit Hautausschlag und Sterben, ihren Job in irgendeiner Agentur ist sie los, nun denn. Die Menschheit ist immer Scheiße gewesen. Und nun geht eben die Welt unter. Etwas Besseres kann nicht passieren. In einem Café explodiert eine Bombe, die Heldin mittendrin. Sie schält sich aus den Trümmern und macht sich auf, das Glück oder zumindest ein Leben zu suchen. Durch die Ödnis der deutschen Provinz, über Weimar, Berlin und Amsterdam, gelangt sie schließlich in Begleitung ihres stummen Freundes nach Finnland, wo sie nicht nur auf einen überraschend freundlichen Menschenschlag trifft, sondern auch etwas findet, was ihr erlaubt, wie ein Mensch zu leben. Friedlich und gut.

Ende gut ist in mazedonischer Übersetzung von Iva Fidancheva unter dem Titel Кога се добро ке се заврши beim Verlag Ljubovta e pettitot element, Skopje erschienen.