Oktober 1904: Der 22-jährige James Joyce tritt im „gottverlassenen“ Pola an der Küste in Istrien seine Stelle als Englischlehrer an. Seine Ankunft wird in der lokalen Zeitung groß annonciert. Und Joyce wird unmittelbar Zeuge einer Reihe von spektakulären Ereignissen: die pathetische Inszenierung einer Gedenkfeier für die ermordete Kaiserin „Sissi“, die Aufführungen eines ambulanten Kinos, eine Flut von (Bild-)Nachrichten aus dem Russisch-Japanischen Krieg … Diese allgegenwärtigen, bisher kaum beachteten „Vermischten Nachrichten“, „faits divers“, fanden Eingang in Tageszeitungen und Kinoprogramme, und verarbeitet tauchen sie u.a. im „Ulysses“ wieder auf, wie Hanns Zischler und Sara Danius nun erstmals zeigen.