Goran Vojnovićs Roman Čefurji raus! setzte ein Zeichen in der slowenischen Literaturszene. Es ist ein Debut, und es thematisiert das Leben der „Südländer“, der Immigranten, in Slowenien, und ihr Dasein im Stadtviertel Fužine in Ljubljana. Der Protagonist ist ein junger Mann, dessen Eltern aus Bosnien zugezogen sind, und der in Slowenien geboren wurde. Dieser, im legeren Stil, und in der Umgangssprache geschriebener Roman (mit einer ausgesprochenen sprachlichen Differenzierung der Figuren), behandelt die Problematik der Identitätsfrage der „anderen“ innerhalb der mehrheitlich slowenischen Gesellschaft. Vojnović, der wegen seinem Buch sich einer polizeilichen Untersuchung unterziehen musste, weil er beschuldig wurde die slowenische Polizei beleidigt zu haben, macht die Familien der Immigranten und ihre Existenzprobleme zum Mittelpunkt, sowie die kulturellen Unterschiede, bezogen auf den Kontext des ehemaligen gemeinsamen Staates. Auf den Spuren Hanif Kureishis und seines Romans „Der Buddha aus der Vorstadt“, ist Vojnovićs Roman ein Bild von einem anderen Slowenien, aus der Perspektive der Minderheiten, unprätenziös, geschrieben aus der Perspektive eines gewöhnlichen Menschen. Die Qualität des Erstilngs von Goran Vojnović wurde auch mit dem Prešern Preis bestätigt, die dem Autor im Februar 2009 verliehen wurde.