In Lange Schatten ist die bestürzende Fülle der Welt gestaltet, die zu zeigen sich Marie Luise Kaschnitz immer wieder bemüht. Neben Erlebnissen persönlicher Art stehen solche, in denen Ängste und Schrecken der jüngsten Vergangenheit für immer festgehalten werden. Es sind, wie ein Kritiker einmal gesagt hat, vollendete Sprachgebilde, die den Leser schon im ersten Satz in eine vertrackte Situation führen, die nach einer Lösung verlangt. Und im letzten Satz, fast wie von ungefähr, ist die Lösung da.