Mit seinen Parabeln über Leben, Liebe und Tod schreibt Kiš gegen die Theorie von der Austauschbarkeit des Menschen in der modernen Gesellschaft an. So findet sich der Leser in der Bibliothek der Anonymen wieder, wo die Lebensläufe aller Menschen verzeichnet sind und besonders das, was neben den trockenen Daten ihr unverwechselbares Leben ausmachte: die Gefühle, Gedanken, Begegnungen und Taten ihrer Freunde und Feinde.