„Man hüte sich, Günther Andersʾ Philosophische Stenogramme anzublättern. Denn es ist schwer, sich von dem 150 Seiten starken Büchlein zu trennen, bevor man es von A bis Z – genauer gesagt von ‚Erst dann‘ bis ‚Kein Theater‘ – gelesen hat. Man kann nämlich auch süchtig werden nach Gescheitheit. Die Gescheitheit von Günther Anders ist eine Gescheitheit des Durchschauens. Anders begnügt sich nicht damit, dummes Gerede zu glossieren. Er setzt höher an. Er interessiert sich dafür, was an einigen intellektuellen Slogans nicht stimmt. Anders findet ein strenges Vergnügen daran, zu demonstrieren, dass der Weisheit letzter Schluss oft nur ein vorletzter Schluss war.“ (Joachim Kaiser in der „Süddeutschen Zeitung“).