In den dreizehn Kurzgeschichten dieses Bandes erzählt Nenad Veličković stark autobiografisch – oder besser gesagt autoironisch – geprägt und voller satirischen Humors vom Leben eines Schriftstellers auf dem Balkan in modernen Zeiten, in denen er sich von Autorenresidenz zu Autorenresidenz und Festival zu Festival in ganz Europa hangelt, Auftragsarbeiten anfertigt und materiell von europäischen Kulturfonds abhängt. Dabei spart er, so das bosnische Kulturjournal Liceulice, nicht mit Kritik an einem bestimmten Typus von Schriftstellern, dem ein reichgefülltes Büffet mehr bedeute als die Moral – die interessiere laut Veličković nur, wenn sie billig sei.