In brillantem Erzählstil, mit haarscharfen Beobachtungen, humorvoll und gedankenreich setzt sich Tea Tulić in ihrem Debutroman mit den Themen Krankheit und Tod auseinander. Im Mittelpunkt des Familienromans steht die weibliche Linie Großmutter-Mutter-Tochter. Aus kindlicher Perspektive erzählt die Tochter von der immer weiter fortschreitenden Krankheit ihrer Mutter. Allmählich wandeln sich Mutter- und Kind-Rolle. Die Tochter übernimmt zunehmend die Pflege der Mutter, während die Großmutter, die seit langem auf Hilfe angewiesen ist, gewissermaßen die kindlichste Figur des Romans darstellt.