Die Personen in Monique Schwitters Erzählungen sind nach wenigen Zeilen plastisch und lebendig, ihre Sätze sind elementar und schnörkellos. Es geht ja auch um etwas: Fast alle Geschichten handeln von Begegnungen, und in fast allen Geschichten ist auch von Abwesenheit und Verlust, von Sterben und Tod die Rede. Monique Schwitter erzeugt eine nahezu körperliche Intensität zwischen LeserIn und Text. Verantwortlich dafür sind ihr scharfer Blick, ihr gutes Gehör und ihr Sinn für Komik, mit denen sie sich auch auf ganz schwieriges Gelände wagt, ohne je sentimental zu werden.