In seiner „Trilogie des Scheiterns“ vergegenwärtigt Wolfgang Koeppen das Klima der Adenauer-Republik. Tauben im Gras (1951), der erste Roman der Trilogie, ist eine kritische Bestandsaufnahme der sich formierenden Bundesrepublik Deutschland. Anhand der Schilderung von Gestalten und Vorgänge eines einzigen Tages in München 1949 analysiert Koeppen die Rückstände jener Ideologien und Verhaltensweisen, die zu Faschismus und Krieg geführt haben.