Ab 1928 war Crnjanski Kulturattaché in Berlin. Seine Beobachtungen stellen eine Außensicht auf die Mentalität und das Alltagsleben der Weimarer Republik dar. Dabei gibt der Autor nicht nur seine Eindrücke, sondern auch seine Vermutungen und Zweifel wieder, und manche seiner Schlussfolgerungen sollte sich als verblüffend prophetisch erweisen. So bemerkt er, der (Erste) Weltkrieg sei „eigentlich nur die Generalprobe für einen nächsten Krieg“ gewesen, und kommt zum Schluss, Deutschland würde, nach dem „Ende der Unbestimmt­heit und der Zurückhaltung der heutigen deutschen Außenpolitik und deren Fried­fertigkeit“, diesen nächsten Krieg gegen Polen führen.