Pontius Pilatus, Angehöriger des römischen Ritterstandes und von 26 bis 36 n. Chr. Statthalter des Kaisers Tiberius in Judäa, erzählt seine Lebensgeschichte, von seiner Jugend bis hin zur denkwürdigen Kreuzigung auf Golgotha und noch eine Zeitspanne von zehn Jahren darüber hinaus, als er den Zeugnissen der Geschichtsschreiber nach wegen Bestechung, Raub, Zügellosigkeit, wiederholter Hinrichtungen ohne juristisches Verfahren und extremer Grausamkeit seines Amtes enthoben und nach Rom zurückberufen wurde. In den fiktiven Bekenntnissen erweist sich der zynische Statthalter als Mann, den das Fehlen jeglichen transzendenten Bezugs in ein moralisches und existentielles Dilemma stürzt.