Benjamin erinnert sich an seine Kindheit und vor allem an die Freundschaft mit Oskar. Die beiden sind unzertrennlich, ganz so wie ihre Väter, die ihre Sommerabende mit rotem Wein und der lautstarken Rezitation großer Poesie im Garten hinter dem Haus verbringen. Leiser werden die Stimmen, als die ersten Zeichen der Nazizeit heraufziehen. Die Leute in der kleinen Stadt fangen an, einander zu misstrauen. Bald ist nichts mehr so wie früher, selbst die Veilchen-Bonbons schmecken irgendwie anders. Doch nicht alle Stimmen werden leiser, einige sogar sehr viel lauter. So die des Lehrers, der Oskar in die letzte Reihe setzt, weil er Jude ist. Als Oskars Vater seine Stelle in der Bank verliert und die Familie ins Ghetto umsiedeln muss, belauscht Benjamin das letzte Gespräch zwischen den Vätern und ihm wird klar, dass die Zeit mit Oskar zu Ende ist – nicht aber die Freundschaft.