Mustafa Huzar, der Das Buch von der Una schreibt, ist bipolar: in seiner Person verschmilzt das Leben eines ehemaligen Soldaten mit dem eines unablässigen Dichters. Gerade als es ihm gelingt, die Bruchstücke seines Lebens wieder zusammenzufügen, fallen sie schon wieder auseinander. Seine Erinnerungen an das nicht mehr bestehende Land, an den Krieg und das Morden sind „dreckig und abstoßend“. Im Gegenzug zu ihnen ist die alltägliche Realität banal. Aus dem Labyrinth der eigenen Gedanken rettet ihn das Schreiben. So kehrt er zurück an die Ufer seiner Kindheit, an die Ufer der Una.