In gewissem Sinne ist Dora in Die sexuellen Neurosen unserer Eltern ein Sand im Getriebe der guten, der liberalen Gesellschaft – nicht, solange sie die Rolle der nur Bemitleidenswerten ausfüllt, aber sofort, wenn sie eigene Ansprüche stellt und nicht länger als Projektionsfläche allen Toleranzgeschwafels dient. Und so treten die alltäglichen Verklemmtheiten der Mitmenschen zu Tage. Das Schweizer Radio feierte das Stück als „Sternstunde des Theaters“.