Mit seiner Arbeit über die Geschichte einer Freundschaft führt Bernhard seine Autobiographie weiter in die Jahre 1967 bis 1979. Bei einem Sanatoriumsaufenthalt vertiefte sich seine Freundschaft mit Paul Wittgenstein, dem Neffen Ludwig Wittgensteins, die in leidenschaftlichen Diskussionen über Musik begonnen hatte. In den letzten Lebensjahren vereinsamte Wittgenstein mehr und mehr, nur noch mit seinem Freund Thomas Bernhard verbunden. Bernhards Notizen sind zum Bericht der Sterbegeschichte des Paul Wittgenstein geworden. Zwölf Jahre hindurch hatte er das Sterben seines Freundes beobachtet. Und durch diese Beobachtung hat sich auch die Selbstbeobachtung Thomas Bernhards verschärft – so daß durch den Porträtierten auch das Bild des Porträtisten starke Konturen gewinnt.