Buch Wien 26

Supporting European Stories – Literatur aus Südosteuropa
TRADUKI zu Gast auf der Buch Wien 2026

Lassen Sie sich von TRADUKI mitnehmen auf eine literarische Reise durch Südosteuropa! Mit Zwischenstopps in Bukarest, Sofia, Skopje, Tirana, Belgrad, Zagreb, Ljubljana und einem Abstecher nach Vaduz und Wien, zum Messestand A38 in Halle D. 

Donnerstag, 26.11.2026

  • DonauLounge
    Mit:
    Moderation:

    Die Drehbuchautorin, Film- und Theaterregisseurin Nina Kusturica spricht über den Schreib- und Entstehungsprozess ihres neuesten Films Mama Sarajevo. Darin kehrt sie mit ihrer Mutter von Wien nach Sarajevo zurück, um den Verkauf ihrer Familienwohnung im Marijn Dvor (Marienhof) zu organisieren – 32 Jahre nach der Flucht. Es geht ihr dabei um eine Erforschung eines Ortes und dessen, was dieser als alte Heimat bedeutet, politisch sowie persönlich. 

    Unter anderem dienten die Texte Maria Todorovas als Grundlage für eine intensive Beschäftigung mit Aspekten der Verbundenheit, der imperialistischen Methoden der Habsburger Monarchie, sowie der Verwendung des Begriffs Balkan. 

    In Kooperation mit dem Bundesministerium für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport der Republik Österreich, Creative Europe Desk Austria und dem drehbuchFORUM Wien. 

  • 3sat-Bühne
    Mit:
    Moderation:

    Michael Donhauser wird 2026 mit dem H.C. Artmann Preis für Lyrik der Stadt Wien ausgezeichnet. Seit seinem 1986 erschienenen Debüt Der Holunder habe er „mit beeindruckender und zugleich kontinuierlicher Schreibarbeit ein umfangreiches Oeuvre von herausragender literarischer Bedeutung vorgelegt“, begründete die Fachjury ihre Entscheidung. Der Band Unter dem Nussbaum. Lyrik und Prosa 1986 bis 2023 vereint bereits Veröffentlichtes, Verstreutes und Verlorengeglaubtes, richtet seinen Blick aber auch auf neue Texte, die anheben zu einem „Schlagen mit den Flügeln, hin zu jenem Ort, wo sich zeigt, was Gedichte vermögen“. 

    Über Altes, Neues und Zukünftiges wird Michael Donhauser mit Johanna Öttl sprechen. 

    Eine Veranstaltung der Kulturstiftung Liechtenstein.  

  • DonauLounge
    Mit:
    Moderation:
    Dolmetsch:

    Dieser Roman erzählt eine Familiengeschichte über zwei Generationen, von den 1970ern bis in die Jetztzeit. Fünf Familienmitglieder erzählen abwechselnd ihre Sicht der Dinge und Ereignisse – Vater, Mutter, der große Bruder mit kriminellen Auffälligkeiten, der kleine Bruder mit homosexuellen Neigungen und die alleinerziehende Schwester. Die Leser:innen erfahren von tragischen Komplikationen und Unglücksfällen, die oft selbstverschuldet sind, für die Beteiligten aber stets wie aus heiterem Himmel kommen, bis schließlich Hiobsbotschaften über die Familie hereinbrechen. Dies alles spielt vor dem Hintergrund harter gesellschaftlicher Transformationsprozesse in Bulgarien, und jeder versucht sich zu retten, so gut er kann. 

    In Zusammenarbeit mit dem Bulgarischen Kulturinstitut Wien/Haus Wittgenstein. 

  • DonauLounge
    Mit: &
    Moderation:
    Dolmetsch: &
    Lesung:

    Die Gedichte von Lidija Dimkovska reagieren unmittelbar auf die drängenden Fragen unserer Zeit: auf existenzielle Krisen, auf persönliches und kollektives Erinnern, auf Migration, wachsende Fremdenfeindlichkeit und den Verlust von Menschlichkeit und Solidarität. Mutig und unnachgiebig benennt sie in Grenzzustand (ETA Verlag, Ü: Alexander Sitzmann) die Probleme und wird so eine wichtige Stimme aus dem Südosten für ganz Europa.

    Lolita32 (parasitenpresse, Ü: Eva Ruth Wemme)ist ein Buch voller Action, seltsam für einen Lyrikband, aber selbstredend, wenn man bedenkt, dass Livia Ștefan ihn verfasst hat.  Diese Gedichte sind wie die Autorin auch stürmisch und leidenschaftlich, der Rhythmus gehetzt und dennoch harmonisch. Der druckfrische Lyrikband überzeugt und lässt die Leser:innen nicht mehr los bis zur letzter Seite. 

    In Kooperation mit dem Kulturministerium Rumäniens.  

  • Die Neue Tribüne, Café Landtmann
    Mit:Gerhard Ruiss, Werner Hasler, Wilfried Marxer, Roman Banzer

    Ein literarisch-musikalischer Zwischenhalt in der Ziel- und in der Gegenrichtung. 

    Gerhard Ruiss, Autor und Musiker aus Wien und Steiner, die Literaturbande aus Liechtenstein begegnen sich an literarisch-musikalischen Kreuzungspunkten, dichten, singen und reden über das Wienerische an Liechtenstein und/oder umgekehrt. 

    Eine Kooperationsveranstaltung der Kulturstiftung Liechtenstein und des Literaturhauses Liechtenstein.

Freitag, 27.11.2026

  • DonauLounge
    Mit:, &
    Moderation:
    Veranstaltung auf Englisch 

    Seit dem Start des Wettbewerbs 2009 wurden 216 Literaturschaffende mit dem European Union Prize for Literature (EUPL) ausgezeichnet, viele mehr waren nominiert und präsentierten sich im aufwändigen Selektionsprozess. Der EUPL hebt aufstrebende literarische Stimmen aus den Ländern hervor, die am EU-Förderprogramm Creative Europe teilnehmen. Doch (wie) kann Literatur aus so vielen Sprachen überhaupt verglichen werden? Wie arbeitet eine vielsprachige Jury? Welche Wirkung entfaltet der Preis und wem nützt er letztlich? Wir stellen den EUPL vor und lassen Nominierte und Preisträger:innen zu Wort kommen. 

    Lidija Dimkovska (Nordmazedonien), Tatiana Țîbuleac (Republik Moldau) und Mathias Ospelt (Liechtenstein) sprechen darüber, was der EUPL für sie bedeutet hat und welche Auswirkungen er auf ihre jeweilige literarische Karriere hatte.  

    In Kooperation mit dem Bundesministerium für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport der Republik Österreich, Creative Europe Desk Austria, dem Ministerium für Kultur und Medien der Republik Kroatien und der Kulturstiftung Liechtenstein.

  • Botschaft Liechtenstein
    Mit:
    Moderation:Simon Biedermann, Botschafter

    Michael Donhauser ist Preisträger, des H.C.Artman-Preises 2026 der Stadt Wien. «Ein Aufhören, Aufrichten, ganz in Schwarz ein Atemzug Aufmerksamkeit» – mit diesen Worten setzte Michael Donhauser vor nun fast vierzig Jahren an zum poetischen Flug, der bis heute nicht an Höhe, nicht an Verve und nicht an Versatilität verloren hat. Getragen von einem Wind, der den Rhythmus vorgibt, manchmal aufbraust, an den Bäumen, den Rosen rüttelt, dann wieder abklingt, gleich einem Atem in allem, «wehend von fernher und feiernd», erkundet Donhausers Dichtung seitdem die Welt mit jedem Vers ein Stückchen mehr, schaut um sich und lauscht, fächert sie auf und lässt sie sinnlich erfahrbar werden in einem allein der poetischen Wahrnehmung verpflichteten Werk.  

    Eine Veranstaltung der Kulturstiftung Liechtenstein in Kooperation mit dem Literaturhaus Liechtenstein, der Botschaft und Ständige Vertretung des Fürstentums Liechtenstein in Wien. 

  • DonauLounge
    Mit: &
    Moderiation:

    Der Roman Erste Töchter ist der dritte Teil der autofiktionalen Trilogie von Ljuba Arnautović, in der sie anhand ihrer eigenen Familie ein Stück Zeitgeschichte Europas im 20. Jahrhundert erzählt. Der serbische Übersetzer und Verleger Relja Dražić hat den Roman, wie auch schon die beiden ersten Teile Im Verborgenen und Junischnee, ins Serbische übertragen und ihn damit in einen weiteren europäischen Kontext eingewoben. Elena Messner, die sich in ihren eigenen Werken intensiv mit geschichtlichen Kontexten und dem Thema Flucht auseinandersetzt, spannt zusammen mit Ljuba Arnautović und Relja Dražić einen Bogen aus der Geschichte in die Gegenwart, zu den hochaktuellen Themen Krieg, Heimatverlust und Migration. 

    In Kooperation mit dem Forum Literaturübersetzen Österreich.  

  • Kinderbühne, Halle C
    Mit:
    Moderation:Christian Sommer
    Dolmetsch:

    Ein Mädchen sucht ihren verlorenen Hund und löst dabei eine Welle der Freundlichkeit aus, die eine ganze Nachbarschaft verändert. Das All-Age-Bilderbuch erzählt seine berührende Geschichte ganz ohne Worte, allein durch die Illustrationen, und zeigt eindrucksvoll, welche Kraft in kleinen Gesten steckt.

  • 3sat-Bühne
    Mit: &
    Moderation:
    Lesung:

    Jung ist sie, Dina, die Dramaturgin, die mit gerade einmal 30 Jahren eine der renommiertesten Stellen am serbischen Nationaltheater in Belgrad antritt, nämlich die Leitung der Sparte Schauspiel. Das Nationaltheater hingegen ist alles andere als jung und das ziemlich konservative kulturelle Aushängeschild eines oft noch ziemlich konservativen Landes. Was als Erfolgsgeschichte für Dina beginnt, wird zur fulminanten Mesalliance. Nationaltheater (Suhrkamp, Ü: Mascha Dabić) verwebt ein Schicksalsjahr in der Biographie einer ambitionierten jungen Frau mit der Geschichte einer Institution. Beide eint die jüngere Vergangenheit, die von historischen Verwerfungen, dem Zerfall Jugoslawiens und Krieg geprägt ist. Im Gespräch mit Marie Rötzer, Dramaturgin und erfolgreiche Leiterin von Festivals und verschiedenen Bühnen, nunmehr Direktorin des Theaters in der Josefstadt, werden Situation und Entwicklung von Schauspielbühnen diskutiert. 

  • DonauLounge
    Mit:
    Moderation:
    Dolmetsch:

    In diesem neuen Kurzroman von Suzana Tratnik finden sich intensive Geschichten über Herkunft, Identität, Liebe und Rebellion. Viele junge Frauen in Slowenien hoffen auf den Sprung in die Freiheit, erhoffen Unabhängigkeit. Sie lassen sich auf Abenteuer ein, auch auf raue, sexuelle Beziehungen und komplexe Liebesaffären. Heranwachsende, ihrer lesbischen oder queeren Identität noch nicht bewusst, kämpfen gegen Vorurteile in Dörfern und Kleinstädten oder mit der Sprachlosigkeit und Vereinsamung in Großstädten. Slowenisches Herz (Konkursbuch Verlag, Ü: Zuzana Finger) ist ein neuer rasant erzählter Roman der slowenischen Autorin! 

    In Kooperation mit SKICA Wien und der slowenischen Buchagentur JAK.  

  • Österreichische Gesellschaft für Literatur
    Mit: &
    Moderation:
    Dolmetsch:
    Schauspiel:

    Zwei kroatische Autor:innen, zwei Romane, zwei Blicke auf Geschichte und Verantwortung. Ena Katarina Halers Die Schuldlosen (Folio Verlag, Ü: Klaus Detlef Olof),  führt in einen von Nachkrieg, Gewalt und Schweigen geprägten Grenzraum, in dem Kinder die Schuld abwesender Väter tragen und Fragen von Recht und Unrecht existenziell werden.

    Marko Gregur fängt mit seinem biografischen Roman Vošicki (Wieser, Ü: Blažena Radas) die Zwischenkriegszeit ein: Er folgt dem Leben des tschechischen Einwanderers Vinko Vošicki, Verleger des großen jugoslawischen und kroatischen Autors Miroslav Krleža, von seiner Ankunft in Kroatien 1909 bis zu seinem Tod 1957 und erzählt von hohen Erwartungen, gebrochenen Versprechen und Opportunismus aber auch von Mut und Zivilcourage. 

    In Kooperation mit der Österreichischen Gesellschaft für Literatur und dem Ministerium für Kultur und Medien der Republik Kroatien. 

     

Samstag, 28.11.2026

  • DonauLounge
    Mit: &
    Moderation:
    Dolmetsch:
    Schauspiel:

    Vergangenheit vergeht nicht – sie schreibt sich fort, in Landschaften, Familien und Körpern. Ena Katarina Halers Die Schuldlosen (Folio Verlag, Ü: Klaus Detlef Olof)
    führt in einen von Nachkrieg, Gewalt und Schweigen geprägten Grenzraum, in dem Kinder die Schuld abwesender Väter tragen und Fragen von Recht und Unrecht existenziell werden. Marko Gregur fängt mit seinem biografischen Roman Vošicki (Wieser Verlag, Ü: Blažena Radas) die Zwischenkriegszeit ein: Er folgt dem Leben des tschechischen Einwanderers Vinko Vošicki, Verleger des großen jugoslawischen und kroatischen Autors Miroslav Krleža, von seiner Ankunft in Kroatien 1909 bis zu seinem Tod 1957 und erzählt von hohen Erwartungen, gebrochenen Versprechen, Opportunismus aber auch von Mut und Zivilcourage.

    In Kooperation mit dem Ministerium für Kultur und Medien der Republik Kroatien.

  • DonauLounge
    Mit: &
    Moderation:
    Dolmetsch: & Aura Okur

    Dieser zweite nun auf Deutsch vorliegende Roman der vielfach ausgezeichneten Autorin Tatiana Țîbuleac erzählt von einem Migrantenschicksal, wie sie so häufig sind, aber selten so meisterlich erzählt werden. Mila flieht vor dem postsowjetischen Chaos nach Paris, doch obwohl sie in der Republik Moldau Akademikerin war, ist sie im europäischen Westen höchstens als Reinigungskraft gefragt. Die Flasche wird zu ihrer einzigen Heimat – denn ihre ursprüngliche Heimat gibt es nicht mehr. Doch Mila erinnert sich: An ihre Kindheit und an ihren ehrgeizigen Vater, der sie schon jung mitnimmt in verrauchte Cafés und in Künstlerkreise, dem ein Leben als Intellektueller jedoch verwehrt bleibt; und an ihre wichtigste Beziehung, eine Dreiecksliebesgeschichte, in der Eifersucht, Manipulation und Exzesse immer wieder hochkommen. Schlag zu, sagt das Glück (Aufbau Verlag, Ü: Eva Ruth Wemme) ist ein Roman über weibliche Selbstbehauptung zwischen Ost und West und die harte Realität von Exil und Sehnsucht, dessen lakonisch-poetischer Ton schmerzhafte Wahrheiten einfängt und selbst eine metaphysische Heimat bietet in der Heimatlosigkeit einer Entwurzelung. 

    Seit dem Ende der kommunistischen Diktatur 1990 flohen Zehntausende Albaner vor Elend und Hoffnungslosigkeit über das Meer in ein neues Leben. Viele Tausende ertranken dabei, blieben für immer vermisst. Die Stumme Karte für die Ertrunkenen (Metropol, Ü: Cord Pagenstecher und Feride Berisha) ist ein großes Klagelied, das den namenlosen Opfern des Meeres Gestalt und Stimme gibt. Der Kapitänssohn, Dichter und Literaturwissenschaftler Arian Leka ist eine der prominentesten Stimmen der albanischen Gegenwartsliteratur. Aus Zeitungsmeldungen, Gedichten, Kindheitserinnerungen und Essays komponiert er ein sorgfältig arrangiertes Mosaik voll berührender Sachlichkeit und erschütternder Lakonik, voll Sprachreichtum und historischer Bezüge. 

  • 3sat-Bühne
    Mit:
    Moderation:

    Tamara Štajner erzählt in ihrem zweiten Roman eine berührende Familiengeschichte und spürt darin den schwierigen Beziehungen zwischen Mutter und Tochter nach. Nach vielen Jahren kommt Iva, die Protagonistin, zurück an den Ort ihrer Kindheit, um ihr geliebtes Kindermädchen zu beerdigen. Im Hotel am Ohridsee, das Ivas Familie gehörte, hat sie wesentlich mehr Zeit mit Marija verbracht als mit ihrer eigenen Mutter. Als Iva auf Marijas Grabstein einen zweiten Namen entdeckt, kommt sie einem Familiengeheimnis auf die Spur…
    Die Reise in die Vergangenheit – intensiv, berührend und immer wieder komisch – führt letztlich aber auch in die Zukunft, in der Iva versucht, eine eigene Familie zu gründen. Luft nach unten (Zsolnay) ist ein Roman, der eine Familiengeschichte nachzeichnet, die von sehr unterschiedlichen Frauen geprägt ist.  

    In Kooperation mit SKICA Wien und der slowenischen Buchagentur JAK.

Sonntag, 29.11.2026

  • DonauLounge
    Mit:, &
    Moderation:

    Literatur lebt von der Sprache – eine Binsenwahrheit. Doch was geschieht, wenn Autor:innen sich nicht nur einer, sondern mehrerer Sprachen oder Sprachvarianten bedienen? Anton Beck schreibt liechtensteinische Mundartpassagen in seine Texte ein, Dialekt, der normalerweise nur gesprochen wird, schwarz auf weiß gedruckt. Katharina J. Ferner schreibt Lyrik in Hochsprache und Dialekt und bringt sie als Performerin auf die Bühne. Thomas Podhostnik, Sohn jugoslawischer Gastarbeiter, stellt die grundlegende Frage: Wem gehört die Sprache, und wem die Erzählungen? Ein Gespräch über Sprache als Identität, Grenze und literarisches Material.

    In Kooperation mit der Kulturstiftung Liechtenstein 

  • DonauLounge
    Mit:, &
    Moderation:
    Veranstaltung auf Englisch

    Seit über zwei Jahrzehnten warten die Staaten des Westbalkans auf den EU-Beitritt, auch die Republik Moldau befindet sich mitten im Verhandlungsprozess. Was hält die Erweiterung auf, und was bedeutet das lange Warten für die Menschen in der Region? 

    Der Schriftsteller und ehemalige Kulturminister Nordmazedoniens Robert Alagjozovski, die Südosteuropa-Spezialistin und Journalistin Franziska Tschinderle und der albanische Autor Arian Leka diskutieren, moderiert von Vedran Džihić, über Fortschritte, Rückschläge und Perspektiven der EU-Erweiterung am Westbalkan. 

    In Kooperation mit dem Bundesministerium für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport der Republik Österreich und Creative Europe Desk Austria.  

Mitwirkende

Robert Alagjozovski

Robert Alagjozovski, geboren 1973 in Skopje, ist Schriftsteller, Kulturmanager und Verleger. Er veröffentlichte zwei Romane und vier literaturwissenschaftliche Bücher. Er ist aktiv in verschiedenen europäischen Netzwerken wie z.B. The European network of books und Traduki, u.a. organisiert er ein writer-in-residence-program in Skopje. 2017 wurde er zum Kulturminister von Nordmazedonien berufen, danach war er sechs Jahre lang National coordinator for Internculturalism and development of culture.

Ljuba Arnautović

©Leonhard Hilzensauer

Ljuba Arnautović, 1954 in Kursk in der UdSSR geboren, lebt seit 1987 ständig in Wien. Sie veröffentlichte zahlreiche Radiofeatures, Reportagen und Essays sowie literarische Texte in Literaturzeitschriften und Anthologien. 2018 erschien ihr Debütroman „Im Verborgenen”, der erste Teil einer autofiktionalen Trilogie, dem 2021 „Junischnee” und 2024 „Erste Töchter” folgten.

Marta Bartolj

© privat

Marta Bartolj, geboren 1979, schloss ihr Studium am Arthouse College of Visual Arts in Ljubljana ab. Anschließend absolvierte sie ihr Masterstudium an der Akademie der Bildenden Künste und Design in Ljubljana, wo sie sich intensiv mit Illustration befasste.

Anton Beck

Karin Hofer

Anton Beck wurde 1996 in Liechtenstein geboren und lebt heute zwischen Liechtenstein und Zürich. Er studierte Germanistik sowie Skandinavistik und arbeitet als Journalist. Sein Debütroman #Jugend erschien 2016 im Van Eck-Verlag und wurde 2017 ins Kroatische übersetzt. Im Frühjahr 2025 erschien von Anton Beck der Gesprächsband Adolf Muschg – Erste Begegnungen im Kampa-Verlag.

Wilbirg Brainin-Donnenberg

© Anna Brainin

Wilbirg Brainin-Donnenberg ist Leiterin des Drehbuchforum Wien, Geschäftsführerin des Drehbuchverband Austria und Filmemacherin. Sie ist Initiatorin des Drehbuchwettbewerbs „If she can see it, she can be it. Frauen*figuren jenseits der Klischees“, Gründungsmitglied von FC GLORIA – Frauen* Vernetzung Film und Absolventin der Friedl Kubelka Schule für unabhängigen Film. Ihre Kurzfilme wurden auf zahlreichen internationalen Filmfestivals gezeigt, Dirndlschuld feierte im Berlinale Shorts Wettbewerb Premiere und wurde zum Österreichischen Filmpreis 2023 nominiert. Sie wurde 2023 mit dem Österreichischen Kunstpreis in der Sparte Film ausgezeichnet.

Mascha Dabić

Mascha Dabić, geboren 1981 in Sarajevo, lebt seit 1992 in Österreich, derzeit in Wien. Sie studierte Translationswissenschaft (Englisch und Russisch) und Politikwissenschaft. 2017 promovierte sie zum Thema „Dolmetschen in der Psychotherapie“ an der Universität Wien. Derzeit arbeitet Mascha Dabić als Literaturübersetzerin und Dolmetscherin. 2017 veröffentlichte sie ihr Romandebüt unter dem Titel Reibungsverluste.

Lidija Dimkovska

© Sasa Kovacic

Lidija Dimkovska, geboren 1971 in Skopje, ist Lyrikerin, Schriftstellerin und Übersetzerin rumänischer Literatur ins Mazedonische. Sie lebt seit 2001 in Ljubljana. Ihre Werke sind in zahlreiche Sprachen übersetzt, sie hat mehrere mazedonische, sowie internationale Auszeichnungen erhalten. Auf Deutsch erschienen ihre beiden Lyrikbände Anständiges Mädchen (Edition Korrespondenzen, 2012, Nominierung für den Brücke-Berlin-Preis) und Schwarz auf weiß (Parasitenpresse, 2019).

Michael Donhauser

© Dino Ignani

Michael Donhauser wurde 1956 als österreichischer Staatsbürger in Vaduz geboren und lebt seit Mitte der 1970er Jahre in Wien als freischaffender Autor und Übersetzer aus dem Französischen. Sein Schaffen umfasst Lyrik, lyrische Prosa und Essays. Zuletzt erschien der Band „Unter dem Nussbaum“, der Lyrik und Prosa aus beinahe vier Jahrzehnten vereint und 2025 für den Österreichischen Buchpreis nominiert war. Sein Werk wurde mehrfach ausgezeichnet, u.a. dem Christine-Lavant-Lyrikpreis (1995), Mondseer Lyrikpreis (2001), Ernst-Jandl-Preis (2005), Georg-Trakl-Preis für Lyrik (2009) und dem Heimrad-Bäcker-Preis (2019).

Relja Dražić

© DKSG Belgrad

Relja Dražić wurde 1954 in Bogojevo (Vojvodina) geboren und leitet seit 1991 den von ihm gegründeten Verlags Futura publikacije, dessen Reihe Edition Neusatz sich vorwiegend Übersetzungen österreichischer Literatur widmet. Relja Dražić ist seit 1982 als Literaturübersetzer ins Serbische tätig, 2025 wurde er mit dem Österreichischen Staatspreis für literarische Übersetzung ausgezeichnet.

Vedran Džihić

privat

Vedran Džihić ist Senior Researcher am Österreichischen Institut für Internationale Politik (oiip), unterrichtet an der Universität Wien und an der Universität für Angewandte Kunst Wien. Er leitet das Center of Advanced Studies Southeastern Europe an der Universität Rijeka und ist Mitglied von „Balkans in Europe Policy Advisory Group“. Džihić ist Autor zahlreicher Bücher und Publikationen, ist aktiv in der Politikberatung und in öffentlichen Debatten. Er forscht zu Demokratieentwicklung, Nationalismus, Autoritarismus, Erweiterungs- und Außenpolitik der EU, Entwicklungen am Balkan und in Osteuropa, Protestbewegungen, Migration und Demokratie.

Katharina Ferner

© Mark-Daniel Prohaska

Katharina J. Ferner ist Poetin, Performerin und Kulturvermittlerin. Redaktionsmitglied der Literaturzeitschrift mosaik. Mitglied der Ö.D.A. (Österreichische Dialektautor:innen und -archive) Jüngste Buchveröffentlichung: wir lieben nachts (2026, Haymon).

Ernst A. Grandits

© C.Stadler

Ernst A. Grandits (*1951 in Wien) ist Fernsehmoderator und Journalist, seit 1975 beim ORF, bekannt durch die Moderation der 3sat Kulturzeit und des Ingeborg-Bachmann-Preises in Klagenfurt.

Marko Gregur

Tone Stojko & Sa(n)jam knjige u Istri

Marko Gregur, geboren 1982 in Koprivnica, Kroatien, schreibt Poesie und Prosa. Zu seinen Veröffentlichungen gehören u.a. mehrere Romane; einige davon wurden ins Slowenische und Deutsche übersetzt. Für sein Werk wurde er mehrfach ausgezeichnet. 2023 gründete er den Verlag Neolit. Sein Roman Vošicki erschien 2025 in deutscher Übersetzung (Ü: Blažena Radas, Wieser Verlag).

Andrea Grill

Andrea Grill wurde in Bad Ischl geboren und studierte unter anderem in Salzburg. Sie promovierte an der Universität Amsterdam über die Evolution endemischer Schmetterlinge in Sardinien. Grill schreibt Lyrik, Erzählungen und Romane und übersetzt aus dem Albanischen und Niederländischen. Zu ihren Übersetzungen zählen u.a. der Roman Milchkuss von Mimoza Ahmeti, der Gedichtband Kinder der Natur von Luljeta Lleshanaku und Der Schlaf des Oktopus von Ervina Halili. Als Autorin veröffentlichte sie u.a. Das Paradies des Doktor Caspari (2015), Cherubino (2019) und zuletzt Bio-Diversi-Was? Reise in die fantastische Welt der Artenvielfalt und Seepferdchen, beide 2023 erschienen.

Ena Katarina Haler

Barbara Tolić Aušić

Ena Katarina Haler wurde 1996 in Osijek, Kroatien, geboren und lebt in Zagreb. Sie studierte Architektur und Stadtplanung in Zagreb. Ihr erster Roman Nadohvat (2019) wurde mit dem Ksaver-Šandor-Gjalski-Preis für die beste Prosa und dem Ivan-und-Josip-Kozarac-Preis für das Buch des Jahres ausgezeichnet. Sie arbeitet am Institut für Kunstgeschichte und schreibt regelmäßig für die Wochenzeitung Express über Architektur, Stadterbe, Literatur und Film. In deutscher Übersetzung erscheint im Februar 2026 ihr Roman Die Schuldlosen (Ü: Klaus Detlef Olof, Folio Verlag).

Günter Kaindlstorfer

© Elisabeth Novy

Günter Kaindlstorfer, geboren 1963 in Bad Ischl, ist ein österreichischer Literaturkritiker, Fernsehmoderator, Schriftsteller und Journalist.

Nikolaus Kinsky

Nikolaus Kinsky lebt als Schauspieler, Regisseur und Sprecher in Wien.

Manuela Klenke

@ Andrei Niculescu

Manuela Klenke, geb.1984 in Siebenbürgen ist Übersetzerin und Herausgeberin. Zurzeit lebt sie in Osnabrück. Sie übersetzt Literatur sowohl aus dem Rumänischen ins Deutsche als auch aus dem Deutschen ins Rumänische und arbeitet dabei mit Romanen, Erzählungen und Lyrik. Außerdem engagiert sie sich für den literarischen Austausch zwischen dem deutschen und rumänischen Sprachraum. U.a. übersetzte sie, allein oder im Tandem, Werke von Lavinia Braniște, Florin Iaru, Livia Ștefan, Jean Bart, Dinçer Güçyeter und Durs Grünbein.

Cornelia Köndgen

© Jeanne Degraa

Cornelia Köndgen ist Schauspielerin und Autorin. Schauspielausbildung in München an der Otto-Falckenberg-Schule, Ensemblemitglied u.a. am Theater in der Josefstadt, Schauspielhaus Wien, Volkstheater Wien, Landestheater Niederösterreich, Stadttheater Klagenfurt. Zahlreiche Kino- und Fernsehfilme (u.a. „Ihr glücklichen Augen“, „Die Klavierspielerin“, „Elser“, „Tatort“). Als Schauspielerin Teilnahme an diversen Festivals wie Wiener Festwochen, Festspiele Reichenau, Berliner Theatertreffen, Festival d’Avignon. 2013 erschien ihr Buch Mit einem kleinen Schuss ins Rot, in dem sie die gemeinsamen Jahre mit dem Künstler Ludwig Hirsch beschreibt.

Felix Kohl

© David Kranzelbinder

Felix Kohl ist Slowenist, Übersetzer und Moderator. Er lebt in Wien und ist an der Schnittstelle von slowenischer und österreichischer Kultur und Sprache tätig.

Nina Kusturica

© Michael Schindegger

Nina Kusturica ist Film- und Theaterregisseurin sowie Autorin. Ihre Kinofilme – darunter Ciao Chérie (2017), Little Alien (2009) und Auswege (2003), ebenso wie ihre Dokumentar- und Kurzfilme wurden auf zahlreichen internationalen Filmfestivals gezeigt und ausgezeichnet. Derzeit arbeitet sie an ihrem neuen Kinodokumentarfilm Marienhof (Arbeitstitel), der im Frühjahr 2027 in Österreich in die Kinos kommen wird. Am Theater inszenierte sie unter anderem am Dschungel Wien, im WERK X und im Kosmos Theater. Sie lehrt Film und Filmschauspiel an Universitäten, gibt Workshops, arbeitet als dramaturgische Beraterin und ist regelmäßig als Jurorin und Beiratsmitglied für Förderinstitutionen und Filmfestivals tätig. Geboren in Mostar, aufgewachsen in Sarajevo, lebt sie seit 1992 in Wien.

Arian Leka

Arian Leka, geboren 1966, studierte Musik in seinem Geburtsort Durrës und Albanische Sprache und Literatur in Tirana. Er schreibt Gedichte, Erzählungen, Romane und Kinderliteratur und übersetzte unter anderem die italienischen Nobelpreisträger Eugenio Montale und Salvatore Quasimodo ins Albanische. 2004 gründete er das Internationale Poesie- und Literaturfestival POETEKA und ist seitdem Chefredakteur der gleichnamigen Literaturzeitschrift.

Mihaela Majcen Marinić

© privat

Mihaela Majcen Marinić (geb. 1974 in Sisak, Kroatien) studierte Vergleichende Literaturwissenschaft und Kunstgeschichte an der Universität Zagreb, wo sie auch in Filmwissenschaft promovierte. Seit 2001 ist sie im Ministerium für Kultur und Medien in der Abteilung für Buch und Verlagswesen tätig. Sie hat mehrere Bücher und Artikel über Animationsfilme sowie über politische Maßnahmen im Bereich Buch und Medien veröffentlicht.

Eric Marr

privat

Eric Marr ist freier Moderator und Journalist. Der gebürtige Leipziger und studierte Jurist hat mehr als 20 Jahre beim ZDF gearbeitet, unter anderem als Moderator und Reporter. Mehr Informationen finden Sie unter: www.ericmarr.net

Elena Messner

© David Visnjic

Elena Messner, geb. 1983, wuchs als Kärntner Slowenin mit mazedonischen Wurzeln zweisprachig auf. Sie ist Autorin von Romanen, Essays, Kritiken und Theatertexten, ist Herausgeberin, Übersetzerin und Literaturwissenschaftlerin. Seit 2023 forscht sie als Senior Scientist (FWF) am Institut für Slawistik in Wien.

Petra Nagenkögel

Eva Mrazek

Petra Nagenkögel ist eine österreichische Schriftstellerin. Nagenkögel studierte Germanistik, Geschichte und Philosophie in Salzburg. Seit 1996 ist sie Geschäftsführerin des literarischen Vereins prolit im Literaturhaus Salzburg.

Johanna Öttl

© privat

Johanna Öttl ist promovierte Literaturwissenschaftlerin und verantwortet seit 2018 das Literaturprogramm der „Alten Schmiede“ Wien.

Mathias Ospelt

Mathias Ospelt (* 1963) ist als Literat, Auftragsschreiber, Librettist, Satiriker, Kabarettist und Veranstalter («Liechtensteiner Literaturtage» und «Kleintheater Schlösslekeller») tätig. In den vergangenen Jahren erschienen aus seiner Feder u. a. der Kurzgeschichtenband «Wege. Gänge.» und die Satire «Originale». Aktuell ist er Präsident des P.E.N.-Clubs Liechtenstein.

Stephan Ozsváth

© Oliver Ziebe

Stephan Ozsváth, born in Andernach in 1965. Studied in Berlin, Granada, Debrecen and Madrid. Journalist (including as ARD correspondent for South-Eastern Europe). Author. Podcaster. Coach. Curator (Danube – Under Current and Between Worlds, Leipzig Book Fair 2026). Lives and works near Vienna and in Berlin.

Thomas Podhostnik

© Mattias Gunerb

Thomas Podhostnik, geboren 1972 in Radolfzell am Bodensee, studierte am Deutschen Literaturinstitut Leipzig und lebt dort als freier Schriftsteller und Regisseur. Seine Romane Der gezeichnete Hund (2008) und Die Hand erzählt vom Daumen (2011) erzählen vom Leben einer Gastarbeiterfamilie über zwei Generationen. Zuletzt erschien seine Roman-Trilogie Dear Mr. Saunders (2024/2025).

Marie Rötzer

© Rafaela Pröll

Marie Rötzer, geboren 1967 in Mistelbach, studierte Theaterwissenschaft und Germanistik in Wien und war anschließend als Dramaturgin u. a. am Maxim-Gorki-Theater Berlin, am Schauspielhaus Graz, am Staatstheater Mainz und am Thalia Theater Hamburg tätig. Seit 2016 leitet sie als künstlerische Leiterin das Landestheater Niederösterreich. Ab der Saison 2026/27 wird sie Intendantin des Theaters in der Josefstadt.

Alexander Sitzmann

Alexander Sitzmann, geboren 1974 in Stuttgart, Studium der Skandinavistik und Slawistik in Wien, forscht und lehrt an der dortigen Universität; seit 1999 freiberuflich als literarischer Übersetzer aus dem Bulgarischen, Mazedonischen und den skandinavischen Sprachen tätig;  Herausgeber mehrerer Anthologien, Sammelbände und Zeitschriftenschwerpunkte. 2004 Ehrenpreis des bulgarischen Kultusministeriums, 2016 Österreichischer Staatspreis für literarische Übersetzung, 2020 Brücke Berlin Theaterpreis.

Yordan Slaveykov

© Yana Lozeva

Yordan Slaveykov, geboren 1976, ist Theaterregisseur und Autor. Seine Theaterstücke wurden in viele Sprachen übersetzt. Sein erster publizierter Roman Letzter Schritt wurde mehrfach ausgezeichnet und wurde für das Bulgarische Natonaltheater erfolgreich dramatisiert. Slaveykov veröffentlichte auch eine Anthologie mit Kurzgeschichten, die gerade ins Tschechische übersetzt wird.

Tanja Šljivar

Tanja Šljivar, geboren in Banja Luka/BiH, Studium der Dramaturgie in Belgrad und Gießen. Neben Theaterstücken schreibt sie Kurzgeschichten, Hörspiele, Drehbücher für Kurzfilme, theaterwissenschaftliche Texte und Essays. Ihre Stücke wurden im deutschen Sprachraum wie auch in ganz Südosteuropa aufgeführt und in viele Sprachen übersetzt.

Tamara Štajner

© Katharina Gossow

Tamara Štajner wurde 1987 in Novo mesto, Slowenien, geboren. Mit neunzehn Jahren zog sie nach Wien und schloss ihr Master-Studium im Konzertfach Viola an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien ab. 2022 erschien mit Schlupflöcher ihr erster Gedichtband, 2023 folgte Raupenfell, ihr erster Roman. 2024 las sie auf Einladung von Brigitte Schwens-Harrant beim Ingeborg-Bachmann-Preis und gewann mit ihrem Text Luft nach unten den Kelag-Preis. Sie lebt und arbeitet in Wien.

Livia Ștefan

© Dirk Skiba

Livia Ștefan, geboren 1982 in Giurgiu, ist eine rumänische Lyrikerin. Ihr Debütband re.volver ist 2012 erschienen. Weitere Lyrikbände folgten, darunter Lolita32 (2016). Gelegentlich ist sie als Fotografin (Ausstellung re.volver 2012 im Rahmen von Wood be Nice) und Performerin unterwegs. Ihre Gedichte wurden in mehrere Sprachen übersetzt. Ştefan hat Gedichte von Mia Axelsson, Ai Ogawa, Maya Angelou, Carolyn Forché, Sonia Sanchez, Jean-Michel Espitallier, Dambudzo Marechera für die Literaturzeitschriften Poesis International und Tomis ins Rumänische übersetzt.

Tatiana Țîbuleac

Natalia Rusu

Tatiana Țîbuleac wurde 1978 in Chișinău, Republik Moldau, geboren und besitzt die moldauische und rumänische Staatsangehörigkeit. Sie hat einen Abschluss in Journalismus. Ihr Debüt als Schriftstellerin gab sie 2014 mit einer Sammlung von Kurzgeschichten Fabule Moderne. 2017 erschien ihr erster Roman Der Sommer, als Mutter grüne Augen hatte. Sie wurde mit dem Preis des Schriftstellerverbands der Republik Moldau, dem Preis der Literaturzeitschrift Observator Cultural in Bukarest und dem Lyceum-Preis beim FILIT-Festival in Iași ausgezeichnet. In Spanien wurde der Roman mit dem Preis für Belletristik „Booksellers Recommend 2020“ und dem Calamo-Preis ausgezeichnet. Grădina de sticlă ist ihr zweiter Roman und wurde mit dem EU-Literaturpreis 2019 ausgezeichnet. Ihre Bücher sind in zehn Sprachen übersetzt. Seit 2008 lebt sie in Paris.

Suzana Tratnik

Zala Opara

Suzana Tratnik, geboren 1963 in Murska Sobota, zählt zu den bedeutendsten slowenischen Schriftstellerinnen der Gegenwart. Sie studierte Soziologie in Ljubljana und erwarb im Fach Gender-Anthropologie ihren Mastertitel. Ihr Werk umfasst u.a. Kurzgeschichtenbände, die Romane Ime mi je Damjan (2001), Tretji svet (2007) sowie den Jugendroman Tombola ali življenje! (2016, Nominierung für den Preis „Modra ptica“). 2007 wurde Suzana Tratnik mit dem Prešern-Preis ausgezeichnet. Ihre Texte sind in mehr als zwanzig Sprachen übersetzt worden. Sie lebt und arbeitet in Ljubljana als Schriftstellerin, Übersetzerin und Publizistin.

Franziska Tschinderle

© Anja Troelenberg

Franziska Tschinderle, geboren 1994 in Villach, Österreich, ist Journalistin mit Schwerpunkt Südosteuropa. Sie arbeitet seit 2021 für das Auslandsressort des österreichischen Nachrichtenmagazins „profil“. Weitere Berichte sind bei Ö1, bei der Schweizer Republik oder der ZEIT in Deutschland erschienen. Seit 2022 lebt Tschinderle als freie Korrespondentin in Tirana. Mit Krsto Lazarević und Danijel Majić hat sie im September 2025 das Buch Der Westbalkan. Im Wartezimmer der EU (Bpb) veröffentlicht.

Annemarie Türk

© Nini Tschavoll

Annemarie Türk, geboren 1953 in Klagenfurt, studierte Geschichte, Politikwissenschaft und Slowenische Sprache sowie kulturelles Management und Sponsoring. Von 1992 bis 2013 hatte sie die Bereichsleitung für Kulturförderung und Sponsoring bei KulturKontakt Austria inne und war für die kulturelle Zusammenarbeit mit und in 15 Ländern Ost- und Südosteuropas zuständig. Seit April 2013 ist sie selbstständig als Kuratorin und Lektorin für verschiedene Bildungseinrichtungen, kulturelle Institutionen und Universitäten tätig.

Metka Wakounig

Curlymargarita | CC BY-SA 4.0

Marjeta (Metka) Wakounig, geboren 1983 in Klagenfurt, ist eine österreichische Übersetzerin slowenischer Literatur und Lektorin. Sie ist Kärntner Slowenin.

Buch Wien

Informationen und Material zum TRADUKI-Programm auf vergangenen Ausgaben der Buch Wien gibt es hier:

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